Arbeitsrecht |   Kündigungsschutzrecht | Vertragsrecht

 

Die Anwaltskanzlei Guckenburg ∙ von Rosenberg berät Sie in allen Belangen des individuellen Arbeitsrechts, das heißt, der vertraglichen Beziehung eines Arbeitnehmers zu seinem Arbeitgeber. Dabei prüfen wir Arbeitsverträge, beraten Sie zu Ihren Ansprüchen auf Lohn/Gehalt, Urlaub, Sozialleistungen etc. Im Schadensfall begleiten wir Sie bei Kündigungen, Gleichbehandlungsfragen, Mobbing.

Ich wurde gekündigt, was kann ich tun?

 

Eine Kündigung durch Ihren Arbeitgeber müssen Sie keineswegs zwingend hinnehmen. Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, sich im Wege des gerichtlichen Verfahrens im Rahmen der sogenannten Kündigungsschutzklage gegen eine ausgesprochene Kündigung zu wehren.

 

Zuständig hierfür sind die Arbeitsgerichte. Die rechtliche Folge einer erfolgreichen Kündigungsschutzklage ist, dass die Kündigung als rechtsunwirksam anzusehen ist und das Arbeitsverhältnis fortbesteht. Ist dies nicht gewünscht, kann im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses auf eine einvernehmliche Lösung zwischen den Parteien hingewirkt werden und unter Zahlung einer Abfindung die Auflösung des Arbeitsverhältnisses beantragt werden. Hierfür muss eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitnehmer jedoch unzumutbar sein.

 

Die Kündigungsschutzklage ist fristgebunden und innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung zu erheben. Geschieht dies nicht, wird selbst eine eigentlich rechtswidrige Kündigung regelmäßig als wirksam betrachtet. War der Arbeitnehmer entgegen aller ihm zumutbaren Umstände an der Erhebung der Klage gehindert, kann die Klage ausnahmsweise nachträglich zugelassen werden. Dies ist allerdings in den wenigsten Konstellationen der Fall. Ein schnelles Handeln ist daher geboten! 

 

Damit das Kündigungsschutzgesetz eingreift und Sie unter dessen Schutz fallen, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein, die im Wesentlichen sind:

 

  • das Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens 6 Monaten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber,
  • der Arbeitgeber beschäftigt regelmäßig mehr als 10 Angestellte,
  • die Kündigung ist nicht sozial gerechtfertigt.

Sozial gerechtfertigt ist eine Kündigung dann, wenn sie durch Gründe, die

 

  • in der Person des Arbeitnehmers liegen (personenbedingte Kündigung),
  • in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen (verhaltensbedingte Kündigung) oder
  • durch dringende betriebliche Erfordernisse, die eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Bereich entgegenstehen (betriebsbedingte Kündigung)

bedingt ist. Ist dies nicht der Fall, ist die Kündigung sozial ungerechtfertigt und somit rechtsunwirksam. Ob eine Kündigung tatsächlich sozial ungerechtfertigt ist oder nicht, hängt dabei aber stets von den individuellen Gegebenheiten des Einzelfalls ab und bedarf einer umfassenden rechtlichen Würdigung. Unsere Kanzlei steht Ihnen hierfür gerne zur Seite.

 

Was passiert, wenn der Arbeitgeber nach Ausspruch der Kündigung diese zurücknimmt?

 

Wird die Kündigung zurückgenommen, hat dies nicht zur Folge, dass das Arbeitsverhältnis unverändert fortbesteht. Denn bei der Kündigung handelt es sich um eine sogenannte einseitig empfangsbedürftige Willenserklärung, die grundsätzlich Abwesenden gegenüber nur bis zu deren Zugang widerrufbar ist. Die Rücknahme der Kündigung ist daher rechtlich als Angebot zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses einzuordnen. Die Erhebung der Kündigungsschutzklage führt in diesem Zusammenhang nicht dazu, dass dieses "Angebot" automatisch als angenommen gilt.

 

Wie verhält es sich mit den Kosten?

 

Da es sich beim Kündigungsschutzprozess um eine arbeitsrechtliche Streitigkeit handelt, trägt jede Partei ihre außergerichtlichen Kosten (=Anwaltskosten) grundsätzlich selbst. So wird verhindert, dass der Arbeitnehmer das Kostenrisiko des Anwalts seines Arbeitgebers tragen muss. Neben der Möglichkeit der eigenen Kostenübernahme und einer Rechtsschutzversicherung besteht auch die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu beantragen. Dies hängt jedoch maßgeblich von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ab. Den entsprechenden Antrag hierzu finden Sie im Download-Bereich unter "Schwerpunkte". 

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